Man kann nun Algorithmen als Funktionen betrachten, die Eingabedaten auf Ausgabedaten abbilden.
Umgekehrt stellt sich die Frage, ob zu einer gegebenen Funktion immer
ein Algorithmus existiert, der diese Funktion realisiert:
Definition: (berechenbare Funktion [9])
Es sei E ein Alphabet und
.
Eine Funktion
heißt berechenbar,
falls es einen Algorithmus
gibt, mit
.
Zu jedem Argument
läßt sich also f(w) in endlich vielen
Schritten berechnen.
Beispiel:
. Wir interpretieren Worte aus
als natürliche Zahlen. Dann ist
und für
und
ist
mit f(n) = n + 1
eine berechenbare Funktion, da es trivialerweise für diese Funktion
einen Algorithmus gibt.
Wir werden aber gleich sehen, daß keineswegs zu jeder Funktion ein
Algorithmus existiert.
Prof. Dr. Reinhard Völler